Schön geschmiert

Ob einfach nur zur sanften Pflege oder zur Heilung: Natürliche Fette leisten viel für unsere äußerste Schutzschicht.

  • Autorin: Steffi Schmitz
Ein Zweig mit orangen Blüten liegt auf nackter Haut.

Das Schönheitselixier der Frauen auf Tahiti heißt Monoi, besteht aus Kokosöl und Tiaré-Blüten und ist neben Argan- und Olivenöl wohl eines der ältesten After-Sun-Produkte der Welt. Auch die moderne Sonnenpflege setzt auf hochwertige Pflanzenöle, etwa aus dem Fruchtfleisch der Sanddornbeere. Es ist eine Wunderwaffe gegen UV-Schäden, denn seine Fettsäuren und Vitamine wirken wundheilend und reparieren kaputte Zellen. Zart gebräunte Haut kommt wunderbar zur Geltung mit einem Trockenöl, dessen Komponenten blitzschnell einziehen und nur einen sanften Schimmer hinterlassen.

Weil die Fettmoleküle der Pflanzenöle unseren Hautfetten so ähnlich sind, können sie besonders gut eindringen, die natürliche Schutzbarriere (Hydro-Lipid-Film) stärken und Feuchtigkeit binden. Außerdem funktionieren sie wie eine Schiene, auf der Wirkstoffe auch in tiefere Schichten geschleust werden. Billige Paraffine und Silikone in konventionellen Beauty-Ölen liegen dagegen nur als undurchlässiger Film auf der Haut.

In Naturkosmetik stecken Öle aus kontrolliert-biologischem Anbau

Manchmal stammen die Bio-Rohstoffe auch aus Fair-Trade-Projekten wie etwa bei Argan- oder Wildrosenöl. Naturbelassene Öle aus Kernen, Nüssen, Samen oder Früchten gibt es pur oder als Mischung – hier ergänzen sich die unterschiedlichen Wirkungsweisen der Öle auf und in der Haut zu einer perfekten Pflegerezeptur für Gesicht und Body. Mandelöl zum Beispiel zieht tief ein, ist geruchsneutral, sehr verträglich und deshalb ein beliebtes Basisöl. Weizenkeimöl strotzt nur so vor Vitamin E und pflegt ältere und trockene Haut. Die Fettsäureketten im Wiesenschaumkrautöl sind besonders lang und bilden einen natürlichen Schutzfilm gegen den Wasserverlust.

Schwarzkümmelöl hilft bei Akne

Wirkstofföle stammen meistens aus Samen und bestehen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Granatapfelsamenöl punktet mit Punicinsäure, die die Zellalterung verlangsamt und Falten glättet. Schwarzkümmelöl wirkt entzündungshemmend und hilft bei Akne und Hautunreinheiten. Das Öl aus den Früchten und Samen der Wildrose beruhigt irritierte Haut, fördert die Kollagenbildung und duftet nicht nach Rose, sondern nussig.

Wählt das Öl passend zu eurem Hauttyp aus und geht sparsam damit um. Für mehr Feuchtigkeit könnt ihr Körperöle nach dem Duschen in die noch feuchte Haut einmassieren und das Gesicht vor der Ölbehandlung mit einem Toner (etwa Rosenwasser) besprühen.

Steffi Schmitz
Eigentlich ist Steffi eine Radiotante, aber oft schreibt sie lieber statt zu reden. Privat Gedichte, beruflich viel über Naturkosmetik und Eco-Fashion. Dabei schaut sie auf einen großen Baum und freut sich als Naturschützerin über Stieglitze, Blaumeisen und Eichelhäher, die mitten in der Dortmunder City leben. Mehr ...

Diese Themen
in der aktuellen
Ausgabe lesen: