Nicht den Kopf ausschalten!

Was Schauspielerin Cosma Shiva Hagen sich von unseren Politikern wünscht und wie sie es selbst mit der Nachhaltigkeit hält. Ein Monolog.

  1. Interview: Jakob Buhre
Cosma Shiva Hagen schaut in die Kamera
Name, Alter: Cosma Shiva Hagen, 35, Beruf: Schauspielerin, engagiert sich für fairsquared.de

Mein Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit begleitet mich täglich und meine innere Stimme meldet sich oft. Manchmal sind allerdings die persönlichen Sorgen größer als die Frage nach dem Firmenkonzept der Keks-Packung, die man im Vorbeigehen kauft.

„Selten Fleisch zu essen und wenn, dann aus guter Haltung, erscheint mir in jeder Lebenssituation machbar.“

Die Balance zwischen unbewusstem Konsum und gezielter Nachhaltigkeit zu finden, ist nicht einfach. Plastiktüten zum Beispiel: Die sollte es gar nicht im Angebot geben – schon würde man nicht ganz so oft einen seiner 50 Jutebeutel zu Hause vergessen. Von Politikern und Firmen wünsche ich mir, dass sie es den Menschen einfacher machen, sich und der Umwelt Gutes zu tun und von den Menschen, dass sie begreifen, dass es Kreise zieht, wenn man einen Stein in den gemeinsamen Teich der Fairänderung wirft.

Für mich ist es immer dann besonders leicht, einen gewissen Anspruch nicht aus den Augen zu verlieren, wenn es um Lebewesen geht: Selten Fleisch zu essen und wenn, dann aus guter Haltung, erscheint mir in jeder Lebenssituation machbar. Und es ist positiv für den ökologischen Fußabdruck.

Als junges Mädchen hat mir das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, einen anderen Blick auf die Welt geschenkt – heute gibt mir Fairtrade Deutschland die Chance, mich zu engagieren. Eine Balance zwischen unbewusstem Konsum und gezielter Nachhaltigkeit in der westlichen Welt zu schaffen, würde meiner Meinung nach dazu führen, dass ein himmelschreiendes Ungleichgewicht etwas gerade gerückt würde.

Ich möchte dazu beitragen, dass wir nicht resignieren und aufgeben, ergo den Kopf ausschalten. Was nicht heißt, dass ich irgendwas besser mache als andere. Ich suche nur für mich einen Weg, wie ich mich möglichst weltfreundlich verhalten kann.

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