Fett in der Küche: Fünf Tipps und Tricks

Von Bullet-Proof-Coffee bis Kokosöl – so solltet ihr Fett bei der Ernährung einsetzen.

  1. Autorin: Rike Uhlenkamp
  2. Illustrationen: Florian Bayer
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Welche Fette nutze ich zum Dünsten, Braten und Frittieren?

Welche Fette nutze ich zum Dünsten, Braten und Frittieren?

Es brutzelt, zischt, aber darf nicht qualmen. Fette sollten nie bis zum Rauchpunkt erhitzt werden. Dieser beschreibt die Temperatur, ab der Rauch zu sehen ist. Bei zu hohen Temperaturen können gesundheitsschädliche Stoffe wie Acrolein entstehen. Fette mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren und spezielle Bratöle mit einem hohen Anteil Ölsäure können der Hitze in der Pfanne besser trotzen. Zwischen 140 und 180 Grad muss Öl beim Frittieren aushalten. Heißer sollte es aber nicht werden.

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Mit welchem Öl verfeinere ich Salat und rette die Vinaigrette?

Mit welchem Öl verfeinere ich Salat und rette die Vinaigrette?

Für die Pfanne und Fritteuse ungeeignet, im Salat perfekt: aromatische, kalt gepresste Pflanzenöle. Sie werden schonender gewonnen als die raffinierten Öle. Der Geschmack der Pflanze bleibt dabei erhalten. Nussig schmecken natives Raps- und Walnussöl, die reich an Omega-3-Fettsäuren und deshalb sehr gesund sind. Natürliche Emulgatoren, wie Eigelb, Senf oder Sojamilch können helfen, Essig und Öl in einer Vinaigrette besser zu verbinden.

Tipp: Auch eine fettreiche Avocado – zerstoßen oder in Scheiben geschnitten – kann einen Salat besonders verfeinern.

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Taugt Kokosöl als Butter-Alternative?

Taugt Kokosöl als Butter-Alternative?

Nicht nur der tropische Ursprung macht Kokosöl zum Exot unter den pflanzlichen Ölen. Es ist – ähnlich wie tierische Fette – reich an gesättigten Fettsäuren und daher sehr hitzestabil; eine Voraussetzung, um im Kuchen die Butter zu ersetzen. Auch zum Braten und Frittieren eignet sich Kokosfett, welches aus Kopra, dem weißen Fruchtfleisch der Kokosnuss, gewonnen wird. Kokosöle, die direkt nach der Ernte kalt gepresst werden, gelten als hochwertig.

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Was steckt hinter dem Bullet-Proof-Coffee?

Was steckt hinter dem Bullet-Proof-Coffee?

Filterkaffee, 1 EL Bio-Butter und 1 EL Kokosöl – das sind die Zutaten für den Bullet-Proof-Coffee. Der Kaffee ist eine wahre Energiebombe, mit der man sogar abnehmen kann, behauptet sein Erfinder, der Amerikaner Dave Asprey. Was stimmen könnte: Die Fettsäuren mittlerer Kettenlängen (MCT-Fette) aus dem Kokosöl liefern dem Körper sehr schnell Energie. Das Getränk ist mächtig, der Appetit auf Frühstück ist gehemmt. Wer kein Fettauge im Kaffee mag: Püriert sieht der Kaffee aus wie ein Cappuccino.

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Wie gebe ich Ölen eine besondere Note?

Wie gebe ich Ölen eine besondere Note?

Kräuteröle müssen nicht immer gekauft werden, man kann sie auch einfach selbst herstellen. Fett schafft es, die Aromen von Rosmarin, Thymian und Co. zu extrahieren. Je nach Geschmack: Knoblauch schneiden, Kräuterzweige waschen und trocknen. Alles in eine saubere, verschließbare Flasche füllen und mit Öl (etwa Olivenöl) aufgießen. Den Mix einige Wochen ziehen lassen. Darauf achten, dass immer alle Kräuter von Öl abgedeckt sind, da die Stängel sonst schimmeln.

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