„Lachen ist eine Universalsprache“

Die Lachlehrerin Beate Schulze Bremer erklärt, warum wir mehr lachen sollten – und es sogar hilft, wenn wir nur so tun als ob.

  1. Interview: Katharina Fuhrin

Welchen Wert hat Lachen?

Bremer: Den Wert erkennt man dann, wenn man es verloren hat. Es ist wie mit der Gesundheit – erst wenn man krank ist, weiß man, wie wertvoll sie ist. Fehlt das Lachen, fehlt auch ein entscheidender Teil von einem selbst. Man ist von seiner eigenen Lebendigkeit abgeschnitten. Die Teilnehmer unserer Kurse sind bereit, mehrere hundert Euro für ein Wochenende zu zahlen. Daran sieht man, wie schmerzhaft dieser Verlust ist.

In ihrer Lachschule Hof Miel bei Münster hilft Beate Schulze Bremer, das Lachen neu zu lernen.

Ihre Hauptmethode ist Lachyoga, also künstliches Lachen, über das sich die Gruppe im besten Fall anschließend echt kaputtlacht. Was bringt das?

Lachyoga ist ein Gesundheitstraining für Körper, Geist und Psyche, baut sehr schnell Stress ab und versetzt in eine heitere Stimmung. Bei regelmäßiger Anwendung festigt es eine positive Grundeinstellung, die den Alltag gelassener und selbstbewusster leben lässt. Innere Verkrampfungen lockern sich und das Immunsystem profitiert.

Lachen am Arbeitsplatz soll sogar die Produktivität steigern.

Wir bieten Lachtraining als Teamevent auch speziell für Firmen an, die in ein gutes Betriebsklima, effektive Arbeitsleistung und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren wollen. Dabei geht es nicht um Leistung. Die Teilnehmer lernen, mit physischem, emotionalen und mentalem Stress umzugehen, und zwar in einem geschützten Rahmen durch permanente nonverbale Kommunikation und Interaktion. Lachen hat ja viel mit Gemeinschaft zu tun. Es bedeutet: „Ich finde dich nett und vertraue dir“. Das schafft Nähe und eine Berührung mit dem Herzen.

In der aktuellen Ö-Ausgabe berechnet übrigens Arzt und Komiker Eckart von Hirschhausen, wie viel genau das Lachen wert ist. So viel sei verraten: 'ne ganze Menge.

Katharina Fuhrin
Katharina schreibt frei für Print und Online, besonders gerne über Gesundheitsthemen, Umweltpolitik und Unternehmergeschichten. Sie lebt seit einem Jahr in Lübeck und möchte, wo sie schon mal da ist, endlich Segeln lernen. Tipps an katharina.fuhrin@wort-wg.de. Mehr ...

Diese Themen
in der aktuellen
Ausgabe lesen: